Die Dimension erfassen

Wer kein Ziel hat, für den ist jeder Weg der richtige. Um dieser Beliebigkeit – manchmal schlicht Gewohnheit – entgegenzuwirken, identifizieren wir mit unseren Kund:innen die strategische Dimension ihrer Projekte und übersetzen sie in präzise, langfristig wirksame Maßnahmen.

Der Sozialsektor trägt eine hohe Verantwortung für die ihm anvertrauten Menschen. Ad-hoc-Reaktionen, die heute vielleicht sinnvoll erscheinen, aber schon morgen keine Effizienz mehr entfalten, sind deshalb unbedingt zu vermeiden. Dabei gilt: Keine Strategie ohne Veränderung und kein Wandel ohne Strategie. Wenn ein „Weiter so“ keine Lösung mehr verspricht, sind weitsichtige Alternativen notwendig.

Handlungsbedarf durch das BTHG

Der aktuelle Handlungsdruck ist enorm. Gesellschaftspolitische Debatten und konkrete, stetig zu adaptierende Gesetzesvorlagen, Paradigmenwechsel auf den Märkten und die digitale Transformation verlangen nach flexiblen und schnellen Veränderungen.

Das Bundesteilhabegesetz (BTHG), das seit 2017 und bis 2023 in vier Stufen umgesetzt wird, ist dafür ein aufschlussreiches Beispiel: Das BTHG setzt neue Prioritäten, Menschen mit Behinderung zu betreuen und einzugliedern. Um ihnen die Teilhabe am gesellschaftlichen Leben zu ermöglichen, sollen die erforderlichen Hilfen individuell und ganzheitlich ermittelt und bereitgestellt werden.

Paradigmenwechsel meistern

Der Fokus kommunalen Handelns verschiebt sich hier von der Rolle des fürsorglichen Amts auf eine personenzentrierte, rechtskreisübergreifende Betrachtungsweise.

Es bedarf neuer Koordinations- und Abstimmungsinstrumente, mit denen die Kommunen den Bedürfnissen der Menschen mit Behinderungen im Sinne des BTHG gerecht werden können. Es liegt auf der Hand, dass solche Paradigmenwechsel, wie sie in vielen Handlungsfeldern des Sozialwesens vollzogen werden, nach einer strategischen Anpassung verlangen.

Strategie bedeutet also nicht, etwas Gewohntes anders, vielleicht sogar besser zu machen, sondern eine neue Richtung einzuschlagen.

Reduktion aufs Wesentliche

In unseren Beratungsprojekten reduzieren wir die Funktionsweise jeder Organisation mittels unseres „Funktionogramms“ auf das Wesentliche. Dieses exklusive Steuerungsinstrument illustriert unsere spezifische Herangehensweise und den Charakter unserer Projekt- und Strategiearbeit.

Im Kern unserer Analysen steht die Wertschöpfung: Auf Basis der Vorleistungen von Partner:innen oder Zuliefer:innen erbringt eine Organisation bestimmte Leistungen für Kund:innen oder Abnehmer:innen. Sie unterliegt dabei dem Einfluss und den Vorgaben verschiedener Stakeholder, zum Beispiel der Akteure aus Politik und Wirtschaft.

Unterstützende Dienstleister steigern die Leistungsfähigkeit. Ausgehend von dieser ganzheitlichen Betrachtung definieren wir alle externen Schnittstellen und orchestrieren das Zusammenspiel der Beteiligten. Ihre jeweiligen Aufgaben bündeln wir entlang der gesamten Wertschöpfungskette in neuen, effizienten Prozessen.

Strategie bedingt Transformation

Diese Vorgehensweise mag auf den ersten Blick abstrakt erscheinen. Aber genau darin liegt ihr großer Vorteil: Weil sie inhaltliche und fachliche Aspekte – nur vorübergehend! – außer Acht lässt, offenbart die systematische Arbeit mit dem Funktionogramm nachvollziehbar die Mechanik der künftigen Leistungserbringung. Das Ergebnis sind ein Konzept und ein Fahrplan, entlang derer sich eine Organisation neu aufstellen muss.

Kurz gesagt: Wer den strategischen Charakter seiner Projekte ernst nimmt, überdenkt konsequent die Funktionsweise einer Organisation und gestaltet ihre zentralen Prozesse neu. Genau das verstehen wir unter Transformation.